Schweizer Schiesssportverband

Vorbilder und Projekte mit Suchtpotenzial

Grosse Vorbilder: Heidi Diethelm Gerber und Nina Christen (vl)

Grosse Vorbilder: Heidi Diethelm Gerber und Nina Christen (vl)

Zwei Frauen, die im Spitzensport den Ton angaben, Innovationen und Events, die süchtig machen: Anlässlich des Banketts der USS-Versicherungen, hat der SSV seine erfolgreichsten Sportlerinnen und besten Zwinky-Projekte ausgezeichnet.

«Die Schweiz musste im Schiesssport 72 Jahre auf eine Olympiasiegerin warten.» Mit diesen Worten ehrte Daniel Burger, Leiter Bereich Spitzensport und Nachwuchsförderung beim SSV, Goldmedaillengewinnerin Nina Christen, anlässlich des Banketts der USS-Versicherungen. In seiner Laudatio zollte er der Top-Gewehrschützin seinen Respekt für ihren Mut, alles auf eine Karte gesetzt zu haben; sogar ihr Biologie-Studium legte die Nidwaldnerin zugunsten einer Profisport-Karriere auf Eis. Dies würdigten die Bankett-Gäste mit stehenden Ovationen, was Nina Christen sichtlich rührte.

Die Topathletin Heidi Diethelm Gerber wurde ebenfalls vom SSV für ihre herausragenden Leistungen geehrt. Spitzensport-Chef Daniel Burger bewunderte besonders den ungewöhnlichen Karriereweg der Pistolenschützin. «Heidi hat sich mit fast 40 Jahren noch für eine Profikarriere entschieden und hat sich diese von ihrem Ersparten finanziert.» Mit dem fünften Rang am Weltcup-Final in Wroclaw (POL) beendete die Thurgauerin letztes Jahr ihre Karriere als Leistungssportlerin. Glücklicherweise musste sie der SSV nur als Kaderschützin verabschieden. Als Leiterin der Abteilung Pistole, gibt Diethelm Gerber für den Verband sowie die Schützinnen und Schützen, nach wie vor 100-prozentigen Einsatz.

Die besten Zwinky-Projekte
Trotz coronabedingter, erschwerter Umstände liessen sich die Schützinnen und Schützen auch im letzten Jahr weder die Freude am Sport, noch am Gewinnen neuer Begeisterten nehmen. Dieses Engagement, belohnte der SSV auch dieses Jahr mit attraktiven Preisen.

Den ersten Platz hat die SG Tägerig mit seinem «Lotto-Schiessen für Alle» belegt. Dabei hat die Schützengesellschaft aus dem Aargau eine neue Form des Schiessens entwickelt. Beim Lotto-Schiessen werden zwar Karten gekauft, aber keine Nummern, sondern auf 300m auf eine 100er-Scheibe geschossen. «Ein Schiessen, wo nicht die Mitte der Scheibe das Mass aller Dinge ist, das befriedigt irgendwie niedrige Instinkte, die beim präzisen Schiessen unterdrückt werden müssen.», begründete Steven Bleuler, Zwinky Kernteambotschafter, die Entscheidung. Der Anlass mit Suchtpotenzial hat viele Interessierte angezogen und dem Verein neue Mitglieder beschert. Ein Engagement, welches den Hauptpreis von 800 Franken verdient hat.

Der «Nationale Target Sprint» der Sportschützen Hombrechtikon hat es auf den zweiten Podestplatz der besten Zwinky-Projekte geschafft. Mit einem Publikumsschiessen und einem Wettkampf, wurde der Event als beste Werbung für die neue Sportart Target Sprint beurteilt. Rund um den sportlichen Teil produzierten die Zürcher Sportschützen sogar eine eigene Festzeitschrift und sorgten für Abendunterhaltung. Dafür konnten sie ihre Vereinskasse mit 600 Franken aufbessern.

Ebenfalls einen Bonus für besonderes Engagement zur Mitglieder-Gewinnung erhielten die Stadtschützen Langenthal. Die Schützen aus dem Kanton Bern hatten während der Sommerferien «Pistolen-Schnupperschiessen» für alle ab 17 Jahren durchgeführt. Besonders gefallen hat dem SSV dabei ihr Motto «Üses Hobby fägt». Für die Idee, das Konzept und das Potenzial auf Wiederholung, haben sich die Stadtschützen Langenthal Platz drei und 400 Franken verdient.

 

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