Schweizer Schiesssportverband

«Gemeinsame Erfolgsgeschichte fortschreiben»

SSV-Präsident Luca Filippini führte kompetent durch die Delegiertenversammlung.

SSV-Präsident Luca Filippini führte kompetent durch die Delegiertenversammlung.

Nach Corona-bedingter Zwangspause konnte in Sursee die DV des Schweizer Schiesssportverbands (SSV) erstmals seit drei Jahren wieder physisch durchgeführt werden. Die Delegierten haben unter anderem dem Nachtragskredit für die Erneuerung der Mitgliederdatenbank zugestimmt und die «Nein-Parole» zur allfälligen Volksinitiative «Stop F-35» gefasst.

Die 246 stimmberechtigten Delegierten des SSV haben dem Nachtragskredit von 350'000 Franken für die Erneuerung der über 20 Jahre alten Vereins- und Verbandsadministration, kurz VVA, ohne Gegenstimme genehmigt. Der Anstoss für die Erneuerung kam unter anderem vom Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS. Das aktuelle System entspricht nicht mehr den geforderten Sicherheitsstandards. Die Schützen profitieren so von einer weiterhin kompatiblen Anbindung an den Bund, dies ist für das Schiesswesen ausser Dienst unabdingbar. Ursprünglich war geplant, dass sich der SSV mit insgesamt 1.75 Millionen Franken am Grossprojekt des VBS beteiligt. Um den geplanten Abschluss des Projekts nicht zu gefährden, sei der Nachtragskredit unumgänglich, wie SSV-Vorstandsmitglied Walter Harisberger ausführte.

Des Weiteren fassten die Delegierten die «Nein-Parole» zur allfälligen Volksinitiative «Stop F-35». Der SSV sieht sich als staatstragender Verband: «Er steht für eine freiheitlich-demokratische und föderalistische Schweiz und setzt sich für die Landesverteidigung ein», wie es in den Statuten heisst. «Die Schützen stehen zu einer glaubwürdigen Milizarmee und diese braucht auch eine moderne Luftwaffe», resümierte SSV-Präsident Luca Filippini.

Auch in seiner nahtlos folgenden «Tour d’Horizon» blieb Filippini beim Thema: «Wer hätte erwartet, dass in Europa wieder Krieg herrschen würde?» In der Ukraine seien zu Beginn des Konflikts Waffen an die Bevölkerung ausgegeben worden. Dies zeige nicht zuletzt auch, dass die Milizarmee nach wie vor von zentraler Bedeutung für die Sicherheit eines Landes sein könne.
Des Weiteren appellierte Filippini an die Vereine, die Popularität, welche der Schiesssport durch die Olympiamedaillen von Nina Christen aktuell geniesst, auszunützen: «Die Vereine sind gefordert, alles zu unternehmen, um neue Mitglieder zu gewinnen. Diese sind kein «Störfaktor» für das Vereinsleben, sondern unsere Zukunft», meinte der SSV-Präsident lakonisch.

An der DV wurden auch Funktionäre des Schweizer Schiesssportverbands und der Kantonalverbände geehrt. Insgesamt wurden 10 neue Ehrenmitglieder ernannt – unter ihnen Ruedi Meier, der aus gesundheitlichen Gründen aus dem Vorstand des SSV zurückgetreten ist sowie Paul Winiker, OK-Chef des ESF Luzern 2020 und Ueli Fässler, langjähriger Stiftungsrats-Präsident Haus der Schützen. Nachfolger von Ruedi Meier wird Jürg Schöttli, Präsident der Dynamischen Schützen.

Neben den Delegierten konnte der SSV an seiner DV Gäste aus Politik und Armee begrüssen. Paul Winiker, Luzerner Regierungsrat, hiess die Schützinnen und Schützen in seinem Heimatkanton herzlich willkommen.

Der Stellvertreter Chef der Armee, Hans-Peter Walser, überbrachte die Grussbotschaft der Armee. Der Korpskommandant blickte auf die jahrhundertelange enge Bindung zwischen der Armee und den Schützen zurück. Zudem betonte er deren Bedeutung für das ausserdienstliche Schiesswesen. Bei dieser Gelegenheit kam auch Walser auf den Ukraine-Konflikt zu sprechen: «Er ruft uns in Erinnerung, wie wichtig es ist, dass sich ein Land militärisch verteidigen kann.» Der Stellvertreter Chef der Armee schloss die Grussbotschaft mit dem Aufruf: «Lassen Sie uns unsere gemeinsame Erfolgsgeschichte auch in Zukunft fortschreiben.»

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