Schweizer Schiesssportverband

Die Bundesrätin liess es krachen

Die Freude nach dem erfolgreichen Abfeuern des Vorderladers war Viola Amherd anzusehen

Die Freude nach dem erfolgreichen Abfeuern des Vorderladers war Viola Amherd anzusehen

Am Samstag ging das Eidgenössische Schützenfest Luzern 2020 in der Messe Luzern mit der Fahnenübergabe feierlich zu Ende. Am offiziellen Festakt nahm auch Bundesrätin Viola Amherd teil.

Mit dem Offiziellen Tag am Samstag, 16. Oktober 2021, wurde das ESF offiziell abgeschlossen. Am offiziellen Festakt nahmen Bundesrätin Viola Amherd, zahlreiche Ehrengäste, die ESF-Gewinner der begehrten Schützenkronen in sechs Disziplinen und natürlich und vor allem viele Schützinnen und Schützen aus allen Sprachregionen der Schweiz teil.

Der Festakt begann mit einem Umzug über die Luzerner Allmend, angeführt von der Lucerne Marching Band, gefolgt von Militär-Musik, den Ehrengästen – allen voran Bundesrätin Viola Amherd – und natürlich den Fahnendelegationen der Kantonalverbände des SSV. Über ihren Köpfen flog ein Super Puma der Armee mit einer riesengrossen Schweizerfahne – der Gruss der Schweizer Luftwaffe an die Anwesenden.

Vor der Messehalle 1 auf der Allmend angekommen, hiess es dann, die Ohren zuzuhalten – dies war zumindest der Rat des Kommandanten der Zunft zu Safran. Kurz darauf donnerte es dann effektiv heftig, als die Grenadiere mit ihren Vorderladern die Salutschüsse abgaben.

Alle Augen richteten sich dann auf Viola Amherd, welche es sich nicht nehmen liess, persönlich Hand an die Waffe zu legen. Nach kurzer Einführung und auf Kommando liess es auch die Bundesrätin krachen, als sie ihren Vorderlader, der mit dem Bajonett zusammen grösser war als sie, erfolgreich abfeuerte. Den grossen und herzlichen Applaus aller Anwesenden nahm die Verteidigungsministerin lachend und sichtbar gut gelaunt entgegen. Anschliessend war die Bevölkerung zum ESF-Apéro eingeladen.

Schliesslich kam es zum eigentlichen Festakt: Der Fahnenübergabe. Walter Lussi löst Markus Tannast ab, welcher das Amt des Fähnrichs seit Ende Juni 2015 bekleidete. Die Verbandsfahne wird traditionsgemäss nach jedem Eidg. Schützenfest an einen neuen Fähnrich übergeben. In der feierlichen Zeremonie ging die Fahne aus den Händen von Tannast über zum OK-Chef des ESF Wallis 2015 Christophe Darbellay. Dieser übergab sie SSV-Vizepräsident Paul Röthlisberger, der sie seinerseits an den OK-Chef Luzern 2020 Paul Winiker übergab. Endlich wurde sie dann feierlich vom neuen Fahnenträger Walter Lussi aus Eschenbach LU von der Bühne aus vor dem applaudierenden Publikum geschwungen.

 «Wir sehen uns am Eidgenössischen Schützenfest in Chur 2026!»

In ihrer Rede betonte Amherd die historische Bedeutung der Eidg. Schützenfeste für die moderne Schweiz: 1849, ein Jahr nach Gründung des Bundesstaates, habe das zweite «Eidgenössische» stattgefunden. «Dort wurden die Errungenschaften dieser neuen Staatsform gefeiert. In seinem Werk, «Das Fähnlein der sieben Aufrechten», beschreibt Gottfried Keller, wie die Schützenvereine und die Eidgenössischen Schützenfeste, entscheidend für den Erhalt der Direkten Demokratie im Schweizer Bundesstaat beigetragen haben.» Heute gäbe es noch alle drei: Den eidg. Schützenverein, heute Schweizer Schiesssportverband, der bald sein 200-Jahr-Jubiläum feiern könne, das Eidg. Schützenfest mit bis zu jeweils 70'000 Teilnehmern – und auch die Schweiz, dem modernen Staat, mit über 8.7 Millionen Einwohnern. «Dass alle drei heute noch bestehen, dass sie funktionieren, dazu haben wir alle gemeinsam beigetragen – und unser Beitrag ist auch in Zukunft gefragt.»

SSV-Vizepräsident Paul Röthlisberger akzentuierte in seinem Grusswort unter anderem die spezielle Beziehung zwischen der Armee und dem SSV. «Der SSV und mit ihm die Schützinnen und Schützen stehen mit der Armee in einer langjährigen partnerschaftlichen Beziehung. Der Schiesssport als Breitensport würde ohne Unterstützung der Schweizer Armee ganz anders aussehen, er wäre sogar stark gefährdet», so Röthlisberger. Auch im Spitzensport sei die Armee von grosser Bedeutung. Von den insgesamt 18 Zeitmilitär-Spitzensportler-Stellen seien zwei von Schützen besetzt – und eine davon, Nina Christen, habe der Schweiz, wie allseits bekannt, mit dem Gewinn von Gold und Bronze gleich zwei Medaillen beschert.
«Wir sehen uns am Eidgenössischen Schützenfest in Chur 2026!», beendete der SSV-Vize seine Rede.

 

 


 

Impressionen

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