Fédération sportive suisse de tir

SG Lauffohr mit imposantem Rekord

Rekordschützen im Feld D: Die SG Lauffohr Brugg mit (v.l.) Hans Schumacher, René Choppard, Sascha Wicki und Walter Schumacher. Es fehlt: Michael Hossle.

Rekordschützen im Feld D: Die SG Lauffohr Brugg mit (v.l.) Hans Schumacher, René Choppard, Sascha Wicki und Walter Schumacher. Es fehlt: Michael Hossle.

Für einmal schrieb am Aargauer Gruppenfinal der 300-m-Schützen nicht die Elite mit dem Standardgewehr die Geschichte des Tages. Die Sturmgewehrgruppe der SG Lauffohr Brugg stahl allen die Show. Das routinierte Quintett schoss im Feld D einen unglaublichen neuen Aargauer Rekord. Die weiteren Kategoriensiege gingen an die SG Aarau im Feld A und an die FSG Dietwil im Feld E.

In der Buchser Regionalschiessanlage im Lostorf mussten die Getränkereserven angezapft werden. Die Schützengesellschaft Lauffohr Brugg feierte ihren Rekord von 711 Punkten. Seit der Einführung des Gruppenmeisterschaftsfinals im Aargau hatte noch nie eine Gruppe 700 Punkte erreicht oder übertroffen. Angeführt von Hans Schumacher (146 Punkte), trumpften René Choppard (144), Sascha Wicki (141) und Michael Hossle (140) gross auf. Einzig Startschütze Walter Schumacher (140) war von sich selber enttäuscht. Doch das war Jammern auf höchstem Niveau. «Wir müssen Lauffohr im nächsten Jahr bei den Standardgewehrschützen antreten lassen», scherzte Wettkampfleiter Willy Bachmann die Galavorstellung des aktuellen Schweizer Meisters. Die weiteren Medaillengewinner Gansingen (690) und Oberkulm (685) mussten sich trotz starker Leistung bei schwierigen Bedingungen deklassieren lassen.

«Unsere Ansprüche sind hoch, und wir haben eine gesunde interne Rivalität«, versuchte Walter Schumacher das Jahrzehntresultat zu begründen. «Das ganze Team war extrem fokussiert», lobte Rolf Denzler, der als Betreuer zur Seite stand.

 

Auch FSG Dietwil überragend

Ähnlich dominant wie Lauffohr im Feld D trat Dietwil im Feld E auf. Die fünf Oberfreiämter Schützen mit dem Sturmgewehr 90 fanden sich trotz viel Wind und wechselndem Licht bestens zurecht und distanzierten die hadernde Konkurrenz um 18 und mehr Punkte. „Wir wissen, dass wir alle gut schiessen können. Heute liefs optimal“, kommentierte Vizepräsident Markus Mathis die 686 Punkte. Den Triumph für den Bezirk Muri vervollständigten die Feldschützen Buttwil-Bettwil mit Rang 2 und 3. Die dritte Gruppe erreichte Platz 6 unter 43 Gruppen. „Soll erfüllt“, gab sich der neue Vereinspräsident Beat Kopp nicht euphorisch. Schon im Vorjahr hatte die Freiämter Schützenhochburg Silber und Bronze geholt. «Wir haben ein gutes Vereinsleben und bilden eine grosse Schützenfamilie», erklärte er den Vollerfolg auf breiter Basis.


Aarauer Standardgewehrschützen rehabilitiert

Nach der überraschenden kantonalen Finalniederlage im Vorjahr in Möhlin rehabilitierte sich Aarau als Schweizer Meister im Feld A auf seiner Heimanlage in Buchs. «Ich wusste um die gute Form unserer Schützen. Deshalb glaubte ich im Idealfall an zwei Medaillen», schilderte Schützenmeister Jörg Fankhauser die Ausgangslage. Seine Hoffnungen erfüllten sich vollauf. Doch die zweite Gruppe düpierte das Fanionteam und schnappte sich Gold.

Die SG Aarau hat sich nach dem Tod ihres langjährigen sportlichen «Vaters» Hansueli Wildeisen neu organisiert. Die 300-m-Spitzenschützen sind unverändert erfolgshungrig und entsprechend trainingsfleissig. Dies demonstrierten sie mit den Rängen 1 und 2 am Aargauer Gruppenfinal. Weil aber Thomas Läuppi (186) und Rudolf von Arx (187) nicht erwartet stark begannen, nützte Aarau II mit Armin Köchli (194), Daniel Kretz (190), Mario Kissling (190), Erich Hunziker (190) und Stefan Bereuter (187) die Gunst der Stunde und siegte mit 951:946 gegen Aarau I. «Erwartungen erfüllt, aber das erste Team muss sich in den nächsten Trainings wohl einigen Spott von den Kollegen gefallen lassen», machte Jörg Fankhauser als Mitglied der ersten Gruppe gute Miene zum «bösen Spiel».

Bronze schnappte sich Buchs. Angeführt von Peter Haltiner (194), distanzierte der Lokalmatador das kompaktere Döttinger Team um zwei Ringe. Die Buchser hatten sich mit zwei starken Bezirksresultaten Selbstvertrauen geholt und fanden sich mit den anspruchsvollen äusseren Verhältnissen gut zurecht. Dagegen blieben Titelverteidiger Fislisbach (5.) und andere starke Vereine mit dem Standardgewehr wie Leutwil (17.), Frick (11.), Moosleerau (15.) und Beinwil/Freiamt (20.) hinter den Erwartungen. (Wolfgang Rytz)


Resultate

Feld A (Standardgewehr, 30 Gruppen): 1. SG Aarau II 951 (Armin Köchli 194, Daniel Kretz 190, Mario Kissling 190, Erich Hunziker 190, Stefan Bereuter 187). 2. SG Aarau I 946 (Hansjörg Schmied 193, Rafael Bereuter 190, Jörg Fankhauser 190, Rudolf von Arx 187, Thomas Läuppi 186). 3. SB Buchs 943 (Peter Haltiner 194, Peter Baumann 192, Roland Erni 188, Romy Costan 185, Rolf Gloor 184). 4. SG Döttingen 941. 5. SG Fislisbach 937. 6. SG Oberentfelden 932. 7. FSG Rudolfstetten-Friedlisberg 932. 8. FS Wittnau-Kienberg 932. 9. SG Seon 931. 10. SG Neuenhof 930.

Feld D (Sturmgewehr 57/02, 60 Gruppen): 1. SG Lauffohr Brugg 711 (Hans Schumacher 146, René Choppard 144, Sascha Wicki 141, Michael Hossle 140, Walter Schumacher 140). 2. SV Gansingen 690 (Sepp Zumsteg 140, Claude Chenaux 139, Sepp Hummel 138, Kuno Rohner 138, René Hüsler 135). 3. SV Oberkulm 685 (Bruno Hertig 140, Peter Speck 138. Christoph Wälchli 138, Markus Steiner 136, Steve Baumann 133). 4. TS Sulz 678. 5. SV Muhen 673. 6. SG Beinwil am See 672. 7. SG Othmarsingen 671. 8. SG Safenwil 669. 9. FS Kaisten 669. 10. SC Biberstein 669.

Feld E (Sturmgewehr 90, 45 Gruppen): 1. FSG Dietwil 686 (Marcel Duss 141, Dustin Meier 139, Kilian Haas 136, Janik Stutz 135, Markus Mathis 135). 2. FS Buttwil-Geltwil I 668 (Benjamin Frey 137, Rolf Wetzstein 136, Anita Gürber 136, Benedikt Meier 134, Hans Frey 125). 3. Buttwil-Geltwil II 665 (Jolanda Meier 141, Franz Wüest 135, Gabriel Frey 132, Peter Jenni 130, Beat Kopp 127). 4. FSV Holderbank 664. 5. SV Schneisingen 663. 6. FS Buttwil-Geltwil III 660. 7. FS Dietikon 655. 8. SG Bremgarten 654. 9. FSG Hausen 653. 10. FS Beinwil/Freiamt 653.

 

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