Federazione sportiva svizzera di tiro

25. Thurgauer Apfelschussfinal mit Politprominenz

Die glücklichen Pokalgewinner aller Disziplinen

Die glücklichen Pokalgewinner aller Disziplinen

Kurz nach der Gründung im Jahr 1992 nahm die Thurgauer Matchschützenverei-nigung (TMSV) als erstes grosses Projekt die Nachwuchsförderung in Angriff. Aus der Idee, mit einem Wettkampf den Schützennachwuchs zu motivieren, sich auf die Distanz von 10 Metern mit Gleichgesinnten, unbeachtlich, mit welchem Sportgerät sie schiessen, zu messen, wurde der «Thurgauer Apfelschuss» geboren.

Kurt Stark als Vater des Gedankens bei der TMSV konnte von den Armbrustschützen Werner Zingg, aus dem Bereich Luftgewehr Markus Wyss und von den Luftpistolenverantwortlichen Hans Walter Nigg für die Idee gewinnen. Anlässlich der Qualifikationsrunde kämpfen die jungen Athletinnen und Athleten im eigenen Stand um den Startplatz am Final im Schollenholz. Manch eine später erfolgreiche Thurgauer Schützin oder erfolgreicher Thurgauer Schütze wurde am Apfelschuss entdeckt. Mit der anschliessenden zielgerichteten Förderung konnten sie zu hervorragenden Athleten, bis zum Schweizermeistertitel begleitet werden.

Auch für den Jubiläumsfinal 25 Jahre Thurgauer Apfelschuss wurden wieder 80 Startplätze vergeben. Mit der Luftpistole schossen 12, mit der Armbrust 21 und mit dem Luftgewehr 47 Athletinnen und Athleten unter 17 Jahren um Titel und Pokal.

Die in ihrem Departement eher für die etwas früher Geborenen zuständige Stadträtin von Frauenfeld, Elsbeth Aepli Stettler, erwies den jungen Sportlerinnen und Sportlern die Ehre. Interessiert verfolgte sie die spannenden Wettkämpfe. Sie staunte, ob dem Eifer und der Freude der jungen Sportlerinnen und Sportler und stellte anerkennend fest, wie sorgfältig die jungen Schützinnen und Schützen mit ihren Sportgeräten hantierten. Auf ihrem Gesicht war ein Schmunzeln zu erkennen, als sie sah, wie die kleinsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer, welche gerade knapp über die Ladebank schauen können, ihre Sportgeräte beherrschen, und welch ausgezeichnete Resultate diese Schützinnen und Schützen erzielen konnten.

Dass auch bei diesen jungen Sportlerinnen und Sportlern die Nerven mitspielen, hat die zehnjährige Kaya Staub, Mitglied bei den Schützen Schönholzerswilen, bewiesen. Kaya schiesst sowohl mit der Armbrust wie auch mit dem Luftgewehr. Mit dem Luftgewehr hat sie sich für ihre erste Finalteilnahme qualifiziert. Obwohl sie ihrer Mutter versicherte, überhaupt nicht nervös zu sein, hatte sie nicht mehr die Ruhe, die Smarties zu essen, und gab diese der Mutter zurück.

Jubel und Tränen liegen nahe beieinander. Das musste Joya Brändli, ebenfalls Mitglied bei den Schützen Schönholzerswilen, erfahren. In beiden Durchgängen punktegleich mit ihrer Vereinskameradin Natascha Suter landete sie auf dem undankbaren vierten Rang. Die eine Mouche der Kameradin im zweiten Durchgang führte gemäss Reglement zu dieser Rangfolge.

In den Schlussranglisten belegen bei den Teilnehmenden mit der Armbrust die Mitglieder der Vereine Neuwilen und Buhwil-Neukirch die Spitzenränge. In der Disziplin Luftgewehr zeigt sich, dass Balterswil-Ifwil und Mauren-Berg die Nachwuchsförderung ernst nehmen. Einzig in der Kategorie Jugend III und IV setzten sich auch die Mitglieder von Märwil, Schönholzerswilen und Weinfelden auf die Spitzenränge. Die Disziplin Luftpistole wird klar von den Athleten der Stadtschützen Frauenfeld dominiert. Teilgenommen haben auch noch Mitglieder der Pistolenschützen Diessenhofen. (Rup)