Fédération sportive suisse de tir

Schweizer Schützen verpassen den Final

Das Schweizer Luftgewehr-Team reist ohne Finalqualifikation aus Innsbruck ab. Weder die Frauen noch die Männer schaffen am letzten Tag des Meyton Cups den Sprung unter die besten Acht.

Den Schweizer Luftgewehrschützinnen und -schützen bleibt auch im letzten Wettkampf am Meyton Cup Innsbruck der erhoffte Exploit verwehrt. Die Finals fanden erneut ohne Schweizer Beteiligung statt. Bei den Frauen kam wie am Vortag Petra Lustenberger (Rothenburg LU) den Top 8 am nächsten. Mit 623.0 Punkten belegte sie den 21. Rang. Auf Jade Bordet (FRA) auf Rang 8 fehlten 4.8 Zähler. Lustenberger erzielte zwar in allen sechs Serien immer mindestens 103.0 Punkte, für den Final wären aber mehr als 104.6 Punkte im Schnitt nötig gewesen. Noch einiges darüber lag Qualifikationssiegerin Aneta Brabcova (CZE). Sie totalisierte 631.6 Zähler, nochmals einen Zähler mehr als am Vortag. Von solchen Werten waren die Schweizerinnen ziemlich weit entfernt. Hinter Teamleaderin Lustenberger klassierte sich Muriel Züger (Galgenen SZ) mit 622.6 auf Platz 23. Züger reiste ebenso auf eigene Rechnung nach Innsbruck wie Andrea Brühlmann (Egnach TG) und Joelle Baumgartner (Lufingen ZH). Brühlmann belegte mit 620.0 den 31. Platz, Baumgartner folgte dich dahinter mit 618.1 auf Rang 33. Zwischen Züger und Brühlmann klassierten sich die beiden Schützinnen, die der offiziellen SSV-Delegation angehörten: Silvia Guignard (Zürich) konnte sich mit 622.2 Punkten auf Rang 25 einreihen und liess damit die Österreicherin Olivia Hofmann, Finalteilnehmerin vom Vortag, um 0.2 Zähler hinter sich. Vanessa Hofstetter (Neuenegg BE) klassierte sich mit 620.5 Punkten auf dem 29. Rang.

Im Wettkampf der Männer konnte sich Christoph Dürr (Gams SG) gegenüber dem Vortag deutlich steigern. Mit 623.5 Punkten steigerte er sich um fast 6 Zähler auf den 18. Rang. Damit war er der beste Schweizer. Auf einen Finalplatz fehlten 2.1 Punkte. Den umgekehrten Weg machte Jan Lochbihler (Holderbank SO). Er schnitt mit 616.6 knapp 5 Punkte schlechter ab. Rang 33 ist nicht das, was sich der Olympia-Teilnehmer vorstellt. Vor Lochbihler reihte sich Caspar Huber (Meilen ZH) mit 620.9 auf Rang 27 ein. Unmittelbar hinter Lochbihler klassierten sich Sandro Greuter (Heiligkreuz SG; 34., 616.5) und Stephan Martz (Oetwil ZH; 35., 615.9). Renato Harlacher (Lufingen ZH), Michael Köppel (Chur) und Erdembileg Shajinbat (Adliswil ZH) mussten sich mit den Rängen 39, 41 und 42 begnügen. Huber, Greuter, Martz und die drei letztgenannten sind nicht Mitglied der offiziellen Schweizer Delegation.

Auch wenn bei weitem nicht die gesamte Weltspitze in Innsbruck antrat, waren die Leistungen zum Teil enorm hoch. Das zeigte sich einmal mehr in den beiden abschliessenden Luftgewehr-Finals. Vladimir Maslennikov gewann bei den Männern mit hervorragenden 253.0. Seinen eigenen Weltrekord von 251.0 übertraf er damit um zwei Zähler. Allerdings zählt das Resultat am Meyton Cup nicht als Weltrekord. Landsmann Aleksandr Driagin auf dem Silberplatz hatte 3.2 Punkte Rückstand auf den überlegenen Sieger. Bronze ging an den Einheimischen Martin Strempfl.

Auch bei den Frauen wurde der aktuelle Final-Weltrekord übertroffen. Anastasiia Galashina siegte mit 252.9 Zählern. Wie bei den Männern gab es auch bei den Frauen einen russischen Doppelsieg. 0.6 Punkte hinter ihrer Landsfrau gewann Iuliia Karimova Silber. Arpuvi Chandela (IND) konnte sich im Kampf um Bronze durchsetzen. Qualifikationssiegerin Aneta Brabcova (CZE) musste mit Rang 4 vorliebnehmen. (van)

Sport d’élite | 21.01.19

Zu hohe Hürden für die Schweizer Elite

Am vierten Wettkampftag des Meyton Cup Innsbruck haben die Elite-Schützen erstmals ins Geschehen eingegriffen. Für den Final hat es jedoch keiner der Athletinnen und Athleten gereicht. Die beste Leistung aus Schweizer Sicht zeigte Petra Lustenberger, welche sehr gute 626.1 Punkte erzielte. Die Innerschweizerin klassierte sich so auf Rang 15.

lire l’article
swissolympic-member.png