Schweizer Schiesssportverband

Italiener und Briten räumten ab

Bei nahezu tropischen Temperaturen zeigten die Athleten in Luzern am ersten internationalen Target Sprint Wettkampf in der Schweiz top Leistungen. Die Briten und Italiener durften sich je zweimal als Sieger feiern. Für die Schweizer gibt es noch viel Potenzial.

Der ISSF Grand Prix Target Sprint machte am Freitag und Samstag zum ersten Mal in der Schweiz Halt. Die Premiere in Luzern ist aus Sicht der Organisatoren gelungen, fast 40 Athletinnen und Athleten aus fünf Nationen haben teilgenommen. «Trotz den enorm heissen Temperaturen haben die Sportler eindrückliche Leistungen gezeigt», resümiert Markus Käser, Wettkampfverantwortlicher beim Schweizer Schiesssportverband. Auch SSV-Präsident Luca Filippini besuchte mit seinen Vorstandskollegen den internationalen Anlass in Luzern und zeigt sich begeistert: «Target Sprint ist eine noch junge Disziplin im Schiesssport. Es ist wichtig, dass wir in der Schweiz von Anfang an dabei sind und bei der Etablierung mithelfen.»
Die Schweiz ging am ISSF Grand Prix Target Sprint auf der Luzerner Allmend mit 7 Athletinnen und Athleten an den Start. Die fünf Frauen und zwei Männer müssten sich in allen Alterskategorien aber mit den hintersten Plätzen in der Rangliste zufriedengeben. Dies ist angesichts der Tatsache, dass es beim SSV erst seit dem 1. April 2022 ein Sichtungskader für Target Sprint gibt auch nicht überraschend: «Wir trainieren aktuell ein Wochenende pro Monat. Im Vergleich mit anderen Nationen wie Deutschland oder England sind wir zirka 6 Jahre im Rückstand. Wir haben erst begonnen ein Nationalkader zu formieren», sagt Michael Merki, Headcoach der Target Sprint Athleten des SSV.

Die SSV-Verantwortlichen sind überzeugt, dass der Target Sprint eine echte Chance für den Schiesssport ist. Den Schiessportvereinen bietet sich damit eine einmalige Chance, gerade was den Nachwuchs betrifft. Kinder und Jugendliche sind vom Target Sprint fasziniert, dies hat sich in der Vergangenheit in all den Probewettkämpfen und Trainingscamps klar gezeigt. Nicht zuletzt biete die neue Disziplin gerade jungen Athletinnen und Athleten die Möglichkeit, eine Spitzensportkarriere einzuschlagen

Einzelwettkämpfe Elite: Italiener domminieren
Bei den Frauen und Männern dominierten heute zwei Italiener: Claudia Lercher gewann bei den Frauen mit der Bestzeit von 09:16.94 Minuten. Auf den Rängen zwei und drei folgen Kerstin Schmidt und Anja Fischer aus Deutschland mit rund 5, respektive 6 Sekunden Rückstand auf die Italienerin.
Bei den Männern war Giovanni Pezzi der schnellste Läufer und Schütze. Der Italiener beendete den Wettkampf nach 08:09,59 Minuten. Mit über 45 Sekunden Rückstand lief der deutsche Sven Müller aus Zweiter über das Ziel. Dritter wurde Dominik Hermle, ebenfalls aus Deutschland.  

Einzelwettkämpfe Junioren: Briten waren am schnellsten
In der Nachwuchskategorie wären die Briten bei den Juniorinnen und Junioren die schnellste Nation. Emily Schawyer bei den Frauen mit 10:11,14 vor Tessa Dietrich (GER) und Vicotria Bradbury (GRB).
Bei den Männern lief Callum Fricker seinen Konkurrenten in der Qualifikation und Final davon. Der Brite war mit 08:21,25 der Schnellste, gefolgt von Jacob Hoffmann (GER) und Lukas Adam (GER).

Publikumsanlass am Sonntag
Morgen Sonntag, 19. Juni kann das Publikum von 09:00 – 15:00 Uhr Target Sprint auf der Leichtathletikanlage der Allmend in Luzern ausprobieren. Jung und Alt sind willkommen, sich selber ein Bild von der neuen Disziplin zu machen.
     

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