Federazione sportiva svizzera di tiro

Guter Start für die Schweizerinnen

Vanessa Hofstetter, Petra Lustenberger und Nina Christen konnten sich in der Elimination Gewehr 50m Dreistellung der Frauen souverän für den Hauptwettkampf qualifizieren. Einen guten Start legte auch Heidi Diethelm Gerber hin.

Mit 291 Punkten in der Präzision zeigte Heidi Diethelm Gerber (Märstetten TG) einmal mehr, dass sie mit der Sportpistole 25m zur absoluten Weltspitze zählt. Zwar liegt sie damit nicht ganz an der Spitze. Doch es ist nichts Neues, dass sie das Feld im Schnellfeuer von hinten aufrollt. Eine Finalqualifikation liegt am Sonntag, 28. April, angesichts ihres 16. Zwischenrangs absolut in Reichweite. Denn die achtplatzierte Österreicherin Sylvia Steiner hat nur zwei Zähler Vorsprung. Allerdings braucht es am Sonntag angesichts des breiten Felds an Kandidatinnen eine Top-Leistung, um in den Final einzuziehen. An der Spitze des Zwischenklassements liegen mit Anna Korakaki (GRE) und Monika Karsch (GER), die beide 295 Punkte erzielten, übrigens jene zwei Schützinnen, mit denen Heidi Diethelm Gerber an den Olympischen Spielen in Rio 2016 gemeinsam auf dem Podest stand.

Äusserst souverän absolvierten Vanessa Hofstetter (Neuenegg BE) und Petra Lustenberger (Rothenburg LU) ihren Auftritt in der ersten Ablösung der Elimination Gewehr 50m Dreistellung der Frauen. Beide mussten nie um die Teilnahme am Hauptwettkampf vom Sonntag, 28. April zittern. Hofstetter war nach den Kniend- (392) und Liegend-Serien (396) in den vordersten Positionen der Rangliste anzutreffen. Mit 385 Punkten in den Stehend-Passen verlor sie noch den einen oder anderen Rang. 1173 Punkte und Rang 9 sind aber ein sehr gutes Resultat, das Hoffnungen weckt. Petra Lustenberger war liegend top (397), konnte kniend (385) aber nicht ganz mit den Besten mithalten. Ihre 1168 Punkte reichten zu Rang 14 in der ersten Ablösung und damit ebenfalls zur Qualifikation für den Hauptwettkampf vom Sonntag. Wie hoch die Latte dann liegen wird, zeigte die Weissrussin Maria Martynova. Mit 392 Punkten kniend war sie vorne mit dabei, musste dann mit 391 Punkten liegend etwas Federn lassen, um danach mit 398 (!) Punkten in den vier Stehend-Passen an die Ranglistenspitze der ersten Elimination zu stürmen. Mit 1181 Zählern verpasste sie den Weltrekord nur um einen Punkt.

In der zweiten Ablösung der Elimination tat es Nina Christen ihren zwei Kolleginnen gleich. Sie startete mit 396 Punkten kniend hervorragend. Liegend zog sie eine Schwächephase ein: 386 Zähler sind nicht das, was die Weltcupsiegerin in dieser Disziplin kann. Stehend schoss sie mit 386 Punkten wieder auf sehr gutem Niveau. Mit 1168 Zählern und dem 6. Rang in der zweiten Ablösung schaffte aber auch sie den Sprung in den Hauptwettkampf vom Sonntag problemlos. Angesichts der nicht optimalen Leistung im Liegendschiessen scheint eine erneute Finalqualifikation realistisch. (van)