Federazione sportiva svizzera di tiro

Zwei Titelverteidiger und zwei neue Sieger am «Röhrli-Cup» in Lausanne

Podest Elite: Philipp Wild, Markus von Flüe, Albert Taureg (v.l.)

Podest Elite: Philipp Wild, Markus von Flüe, Albert Taureg (v.l.)

In der Westschweiz trafen sich am Samstag insgesamt 30 Schützen und eine Schützin für die Einzelmeisterschaft mit der Freipistole über 50m. Anders als bei der Schweizermeisterschaft wurden die Medaillen in sechs verschiedenen Kategorien vergeben.

Mit 503 Punkten distanzierte der Routinier Markus Abt seine Konkurrenz bei den Veteranen um 14 und mehr Ringe. Damit gewann der 65-jährige den Titel bereits zum dritten Mal in Folge. In der Kategorie Auflage gewann der Fribourger Jean-Jacques Mornod. Er legte nach einem schwachen Start eine fulminante Steigerung hin. Nach 89 Punkten in der ersten Serie folgte eine fantastische 100er Passe. «Ich dachte mir, 89 und 100 gibt einen Schnitt von 95. Wenn ich diesen Schnitt durchziehe, bin ich dabei» beschrieb Mornod seine Gedanken nach dem Triumpf.

Vorzüge der Zugscheiben
Die Wettkämpfe ohne Auflage werden in Lausanne auf Papierscheiben geschossen. Dies führte bei der Elite zu Spannung bis ganz zum Schluss. Nur noch die letzte Scheibe von Markus von Flüe lag zur Auswertung bereit: Sie ergab starke 92 Punkte und damit den Sieg für den Sarner. Lediglich einen Punkt konnte er dem Zweitklassierten Philipp Wild abnehmen.
Vorteile bei der «analogen» Anlage fand auch der Sieger bei den Senioren. Peter Schmid erzählte gleich nach seinem Match: «Ich mag es, auf Zugscheiben zu schiessen. Da schaue ich jeweils nach drei bis vier Schüssen durch das Fernrohr.» Wenn er einen schlechten Schuss schiesse, müsse er sich den nicht ansehen. Er vertraue dabei auf sein Gefühl. Schmid zeigte sich sichtlich zufrieden: «In Lausanne konnte ich noch nie gewinnen!» Zugleich sorgt sich der 56-jährige um den Wettkampf. Bei den sinkenden Teilnehmerzahlen sei die Durchführung in Zukunft fraglich.

Neue Ideen sind gefragt
Ähnliche Töne hörte man auch seitens der Organisatoren. Bereits zum dritten Mal in Folge fand der Wettkampf in der Kategorie U21 nicht statt. Dies, obwohl der Sieger oder die Siegerin dieser Kategorie eine 50m Pistole von Morini gewinnen könnte. «Leider kann auch dieses Jahr die Pistole nicht an einen glücklichen Gewinner vergeben werden.», bedauert Roland Stebler, Organisator der Einzelmeisterschaft. Laut Paul Stutz, Abteilungsleiter Pistole beim SSV, sind neue Ideen gefragt: «Wir wollen die Freipistole weiterhin fördern. Das OK würde sich sehr über Vorschläge freuen, die den Wettkampf wieder attraktiver machen könnten.» Bereits am Wettkampfort wurden Finals oder Königsausstiche vorgeschlagen. Die Freipistolen Einzelmeisterschaft ist zweifelsfrei ein Wettkampf mit Tradition. Innovation soll diese Tradition weiterleben lassen. (Text und Fotos: Christian Alther)

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