Schweizer Schiesssportverband

Zensurfreies Meisterwerk

SSV-Geschäftsführer Beat Hunziker, SSV-Präsident Luca Filippini, Buchautor Jürg Stüssy-Lauterburg und SSV-Vizepräsident Paul Röthlisberger

SSV-Geschäftsführer Beat Hunziker, SSV-Präsident Luca Filippini, Buchautor Jürg Stüssy-Lauterburg und SSV-Vizepräsident Paul Röthlisberger

«Einer für alle, alle für einen»: Ende August wurde die gleichnamige Festschrift zum 200-Jahr-Jubiläum des Schweizer Schiesssportverbands im historischen Zürcher Haus zum Rüden rund 30 geladenen Gästen vorgestellt. Das umfangreiche Werk ist ab sofort im SSV-Webshop erhältlich.

«Die Geschichte der Schützen ist ein Teil der Geschichte des Landes. Es hat sich gelohnt, dieser Geschichte in die Augen zu schauen», sagte Hauptautor Jürg Stüssy-Lauterburg anlässlich der Buchvernissage in seiner Ansprache. Zusammen mit fünf Mitautoren, hat sich der Schweizer Militärhistoriker über zwei Jahre durch hunderte von Protokollen und Archivakten gewühlt und aus diesen ein Nachschlagewerk über das schweizerische Schützenwesen geschaffen.

Von historischer Bedeutung
«Es ist die Geschichte des wichtigsten Vereins des 19. und 20. Jahrhunderts, der ganz viel für das eidgenössische Bewusstsein sowie den Zusammenhalt vor, bis und nach der Gründung des modernen Bundesstaats beigetragen hat», würdigte Hans Berger-Peyer, Historiker und Archivar der Constaffel, den 860-seitigen Band. Neben der Gründungsgeschichte des fünftgrössten Schweizer Sportverbands, erfahren die Leserinnen und Leser auch die Hintergründe über den Bezug des Schützenwesens zur Politik. So waren bereits drei der ersten Schweizer Bundesräte Präsidenten des SSV. Auch die enge Verbundenheit zur Schweizer Armee, die nicht zuletzt auf die Organisation des Obligatorischen Programms zurückzuführen ist, finden im Schriftstück ihren berechtigten Platz. Oder die Integration der Schützenvereine in die militärische Verteidigung während des zweiten Weltkrieges, was der Armee auf einen Schlag 100'000 Ortswehrsoldaten gab. «Es wird dabei nichts beschönigt: Skandale und Eklats finden ebenso Platz in dem Werk», fügte Hans Berger-Peyer hinzu.

Umfangreiche Recherche
Im Hinblick auf das bevorstehende 200-jährige Verbandsjubiläum im Jahr 2024, entstand beim SSV vor einigen Jahren der Wunsch nach einer Festschrift. «Ich fragte Jürg an, ob er dazu bereit wäre, ein Buch zu schreiben; plus minus 300 Seiten», erzählte SSV-Präsident Luca Filippini in seiner Ansprache schmunzelnd und löste damit bei den Gästen Gelächter aus. «Ihr könnt selbst schauen, wie viele es tatsächlich sind. Zur Lagebeurteilung kann man also sagen: nicht hundertprozentig erfüllt», sagte der Tessiner mit einem Augenzwinkern. Nach einem Blick zurück, brauche es nun auch einen Blick nach vorne. «Wir Schützen haben lange gejammert, wegen zu wenig Leuten. Neue Interessierte wiederum sind dann fast ein Störfaktor, denn wir müssen sie betreuen und ausbilden. Wenn wir so weitermachen, haben wir wohl kein 300-jähriges Jubiläum mehr. Dazu gehört auch, für neue Disziplinen offen zu sein», ermahnte Filippini die Schützinnen und Schützen.

Jubiläumsfest 2024
Bis zum 200. Geburtstag des SSV dauert es noch rund zwei Jahre. Das OK ist schon lange an der Planung des Festakts, welcher im August 2024 im Gründungsort Aarau stattfindet. «Nächstes Jahr schiessen wir in den Vereinen noch einen Jubiläumsstich als Qualifikationswettkampf. Die Schützen haben somit ein Jahr Zeit, sich für den Finalwettkampf zu qualifizieren», erklärte der SSV-Präsident. Ebenso plane der Verband - gemeinsam mit seinen Vereinen – im Jubiläumsjahr einen Tag der offenen Schützenhäuser für Schiesssportinteressierte und alle anderen Neugierigen. Hier geht es zum Webshop.



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