Federazione sportiva svizzera di tiro

Eidgenössisches Schützenfest 2025 in Chur?

Politik und Schiessen vereint (v.l.): Regierungsrat Mario Cavigelli und Carl Frischknecht, Präsident BSV.

Politik und Schiessen vereint (v.l.): Regierungsrat Mario Cavigelli und Carl Frischknecht, Präsident BSV.

Zentrales Thema der Delegiertenversammlung des Bündner Schiesssportverbands (BSV) war die nationale Abstimmung des Waffengesetzes. Rudolf Schwendeler ersetzt Walter Umbricht im Vorstand. Chur steht nach 1985 auch im 2025 zum Hauptort des Eidgenössischen Schützenfests in Graubünden zur Diskussion.

An seiner zweiten Delegiertenversammlung als Präsident, durfte Carl Frischknecht nebst den 154 Delegierten auch eine Anzahl Vertreter aus Politik und Militär begrüssen. Besonders erfreut war er von der Anwesenheit von den Regierungsräten Mario Cavigelli und Marcus Caduff. Er war nicht als offizieller Vertreter der Regierung anwesend sondern als OK Präsident des KSF GR18 in der Surselva. Ihr Erscheinen, so wie die Anwesenheit weiterer Vertreter der kantonalen und nationalen Politik zeigt die Wertschätzung gegenüber dem BSV und dem Schiesssport. Für die gute Organisation der Delegiertenversammlung in Tomils zeichneten mehrere Schützenvereine aus dem Domleschg. Musikalisch umrahmt wurde der Anlass von der Dorfmusik Rothenbrunnen unter der Leitung von Claudia Danuser.

 

Erfolgreiche Sponsorensuche

Auf der Suche nach Sponsoren ist der Bündner Schiessportverband auf viel Wohlwollen gestossen. Der Verband mit rund 5000 Mitglieder, davon 2600 Lizenzierte, freut sich über die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit sieben namhaften Sponsoren nicht nur aus Graubünden. Das Ziel von Carl Frischknecht und dem Vorstand war es den Verband auf eine «gesunde» finanzielle Basis zu bringen, was auch die gute Jahresrechnung bestätigt. Viel dazu beigetragen haben auch die verschiedenen Sponsoren.

 

Politisch neutral

Auch wenn der Vorstand des BSV für ein NEIN zum Entwaffnungs-Diktat der EU ist, sei der BSV politisch neutral, meinte der Präsident. Wenn nicht die Schützen sich für ein NEIN an der Abstimmung vom 19. Mai 2019 einsetzen, wer dann, betonte Carl Frischknecht. Gegen das Waffengesetz meldeten sich einige Anwesende zu Wort, so Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher und Bernhard Lampert, der Zentralpräsident vom Verband Schweizerischer Schützenveteranen. Einen schweren Stand hatte Nationalrat Duri Campell, als Befürworter des Waffengesetzes.

 

Mehr als nur Tradition

Regierungsrat Mario Cavigelli sagte den Anwesenden, dass das Schiessen im Kanton Graubünden mehr als nur eine Tradition sei, nein das Schiessen sei wie die Jagd auch Kultur, Leidenschaft, Gesellschaft und Kameradschaft. Schützen und Jäger können mit einer Waffe umgehen, sie hätten Vertrauen in die Waffe und ihrer Handhabung. Divisionär Lucas Caduff, der Kommandant der Territorialdivision 3 sagte, im Sicherheitssystem Schweiz und in der Armee seien die Schützen eine starke und bedeutende Kraft.


Drei neue Ehrenmitglieder

Neu in den Vorstand des BSV gewählt wurde Rudolf Schwendeler (Igis-Landquart). Der Sportschütze ist seit Jahren mit dem Schiesswesen verbunden und wird im Vorstand des BSV verantwortlich sein für die Abteilung Nachwuchs/Ausbildung und dem Jungschützenwesen. Er ersetzt Walter Umbricht (Davos-Glaris) der nach acht Jahren und viel Einsatz aus diesem Gremium zurückgetreten ist. Wiedergewählt als Chef Matchwesen/Leistungssport wurde Hubert Tomaschett (Rabius). Er und Walter Umbricht erhielten die Ehrenmitgliedschaft des BSV. Zu dieser Ehre ist auch Marcus Caduff gekommen, als OK Präsident des erfolgreichen Kantonalen Schützenfests 2018 in der Surselva mit gegen 8000 Schützen. Hermann Sgier (Tomils) erhielt die Ehrenmedaille des SSV, sowie die Auszeichnung als «ständiger Ehrengast» des BSV für seine Tätigkeit von 32 Jahren als Präsident des Schützenvereins Tomils.

 

Rahmenbedingungen sind bekannt

Im 1985 zeichnete sich die Stadt Chur für die Durchführung des Eidgenössischen Schützenfests verantwortlich. Nun soll der Anlass mit gegen 40’000 Schützen und Schützinnen wieder in der Bündner Hauptstadt stattfinden und zwar im 2025. Die Rahmenbedingungen des Schweizer Schützenverbands (SSV) für eine Austragung sind bekannt und beim BSV. Die Initianten des ESF 2025 in Chur dürfen voraussichtlich auf eine grosse Unterstützung der Regierung zählen. Das Fest soll dezentral durchgeführt werden und soll touristisch wie auch wirtschaftlich von Bedeutung werden. Übrigens das nächste Eidgenössische Schützenfest findet im Sommer 2020 in Luzern statt. Für die Organisation des Kantonalen Schützenfests 2023 zeigen die Schützenvereine aus dem ganzen Engadin, dem Puschlav, dem Bergell und der Val Müstair Interesse. (Gion Nutegn Stgier)