Schweizer Schiesssportverband

Auf dem Podest spricht man französisch

Die Junioren aus Fribourg (Mitte) gewannen vor dem Team aus Uri (links) und der Equipe von Genève Arquebuse.

Die Junioren aus Fribourg (Mitte) gewannen vor dem Team aus Uri (links) und der Equipe von Genève Arquebuse.

Die Junioren aus dem Kanton Freiburg gewannen am Sonntag, 30. Juni, den Final der Schweizer Gruppenmeisterschaft Gewehr 50m in der Thuner Guntelsey und verwiesen Uri und Genève Arquebuse auf die Plätze.

Albert Chetelat, Teamchef der Freiburger Junioren am Final der Schweizer Gruppenmeisterschaft Gewehr 50m in Thun erinnert sich. «Es ist der zweite Sieg von Freiburg an diesem Final. Das erst Mal war genau vor 20 Jahren, damals noch in Zürich.» Das war anno dazumal, als zum Beispiel Annik Marguet aus Matran noch im Freiburger Juniorenteam schoss. Die damals 18-Jährige wurde später unter anderem bei der WM 2006 Zehnte und qualifizierte sich mit einem dritten Platz beim Weltcup in Rio de Janeiro 2008 für die Olympischen Spiele in Peking. Mal sehen, ob Valentin Henchoz, Muriel Gross, Mathias Schweizer oder Julien Cotting in Zukunft auch noch solch Glorioses gelingt.

Das französisch parlierende Quartett auf jeden Fall übernahm nach fünf von zehn Finalschüssen die Führung und gab diese bis in Ziel nicht mehr ab. Nichts von flatternden Nerven oder nervösen Zeigefingern. Am Ende siegten der 20-jährige Schreiner Henchoz aus Pringy, der 15-jährige Gymnasiast Schweizer aus Fetigny, der 16-jährige Gymnasiast Cotting aus Belfaux, der derzeit in Burgdorf BE im Austauschjahr zur Schule geht, sowie die 20-jährige Studentin Muriel Gross aus Corpataux mit 3.2 Punkten Vorsprung auf Uri (Jana Gisler, Nina Stadler, Sandra Arnold, Flavio Indergand) Mit 5.3 Zählern Rückstand folgten Jennifer Kocher, Mégane Duchoud, Gaël Bettoni und Sabrina Ungarelli von Arquebuse Genf auf dem dritten Rang.

Surselva, das die Qualifikation vorab dank einer überragenden Liegendleistung von Tino Coccia (408.6) und Anja Cadalbert (407.3) noch dominiert hatte – 11 Punkte vor Uri und 13 vor Thörishaus – hatte mit der Entscheidung nicht wirklich viel zu tun. Am Ende musste sich die Genannten zusammen mit ihren Teamkollegen Annina Tomaschett und Christ Wolf mit dem undankbaren Platz vier begnügen. Dies nur einen Punkt hinter Arquebuse Genf.

Die siegreiche Freiburger Equipe lag nach den beiden Qualirunden auf Platz vier, 15 Punkte hinter Surselva. «Ich haben ihnen einfach gesagt, zieht euer Ding durch und hört nicht auf die Durchsagen des Speakers wenn dieser die Zwischenranglisten durchgibt», sagte Chetelat zum Erfolg seiner Truppe. Ein Triumph, der für alle vier im Team der bis dato mitunter wichtigste Sieg ihrer Karriere ist. Allein Matthias Schweizer, der jüngste der vier Sieger, war 2018 auch schon Kantonaler Jugendmeister (liegend).

Nachdem sie in den letzten beiden Jahren in Thun gewonnen hatte, musste sich die Equipe von Cottens heuer mit dem sechsten Rang begnügen. Nichtsdestotrotz rundeten die Titelverteidiger mit ihrer erneuten Finalqualifikation und dem eh tollen Resultat den starken Auftritt des Westschweizer Sportschützen-Nachwuchses ab. Félicitations, c'était excellent, kann man da nur sagen. (Michael Schenk)

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Die Finalisten an der Schweizer Gruppenmeisterschaft Gewehr 50m

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Breitensport | 01.07.19

Buchholterberg schafft die Titelverteidigung

In einem spannenden Finalwettkampf mit wechselnder Führung gelingt es der Berner Gruppe aus Buchholterberg den Titel als Schweizer Gruppenmeister Gewehr 50m zu verteidigen. Aufs Podest schafften es auch Thörishaus und Villmergen.

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